Lichtplanung

Licht wird sowohl im privaten wie im gewerblichen Bereich eingesetzt. Für beide Bereiche müssen wir sowohl die Innen- wie auch die Außenbeleuchtung beachten.

Die Planung von Licht – oder, wie die Planer gerne sagen, die Erstellung eines Lichtkonzeptes für ein Gebäude – hat zwei Komponenten:

Die eine Komponente bezeichnet die rein technisch-funktionale Seite von Licht. Sie kommt vor allem im gewerblichen Bereich sowie im Bereich öffentlicher Verwaltungen zum Tragen. Aber auch in privaten Gebäuden spielen technische und funktionale Aspekte überall dort eine Rolle, wo gearbeitet wird. (Beispiele sind: privates Arbeitszimmer, Küche, Hobbykeller) Im Außenbereich geht es vor allem um Helligkeit, Sicherheit und Orientierung.
Die andere Komponente bezieht sich auf die emotionale Dimension. Sie ist vor allem im privaten Bereich von Bedeutung. Aber auch immer mehr Arbeitgeber, vor allem von innovativen Firmen, legen Wert darauf, dass sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz „wohlfühlen“. Dieser „Wohlfühlfaktor“ steigert Motivation und Arbeitsleistung.
Im Außenbereich eines privaten Gebäudes möchte man sich auf den Zufahrtswegen oder im Eingangsbereich sicher und zugleich willkommen fühlen.

In jedem Einzelfall ergänzen sich beide Komponenten der Lichtplanung und ergeben ein Gesamtkonzept, das für den jeweiligen Einsatzbereich stimmig und angemessen ist.

Die technische Seite von Licht

Die technische Planung von Licht in einem Gebäude bewegt sich im Rahmen bestimmter Regeln und Vorschriften. Dabei geht es sowohl um Lichtstärke wie auch um Lichtfarbe. Nach diesen Regeln lässt sich das Licht, das in einem Gebäude oder im Gebäudeaußenbereich eingesetzt werden soll, vom Fachmann genau berechnen und optimal installieren.

Beispielsweise werden für Bildschirmarbeitsplätze mindestens 500 Lux empfohlen. In Großraumbüros sollen die Beleuchtungsstärken zwischen 750 und 1000 Lux liegen. Für ein Büro, in dem technische Zeichnungen angefertigt werden, ist Licht mit 750 Lux und einer Farbe mit ≥ 5000 Kelvin vorgeschrieben. Dafür gelten die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A3.4, DIN EN 12464 Für Sicherheitsbeleuchtungen maßgeblich sind die DIN VDE 0108 und die MLAR.
(Bezieht sich auf den heutigen Stand: Januar 2016.)

Licht weckt Emotionen

Licht wird nicht nur zu funktionalen Zwecken, sondern auch als dekoratives, schmückendes Element verwendet. Als solches beeinflusst es die Stimmungen und Emotionen in einem Raum oder Gebäude.

Entscheidend für die Ausprägung der Emotionen sind Farbe und Stärke des eingesetzten Lichts.

Eher kaltes, weißes Licht in einem Büro oder Zeichensaal – wie im obigen Beispiel – fördert eine zwar freundliche, aber konzentrierte Arbeitsweise. Auf der anderen Seite stimulieren gedämpfte, warme Farben Entspannung und Wohlbefinden, während rotes Licht unter Umständen noch ganz andere Gefühle weckt.

Auch im Außenbereich

Im Außenbereich eines Gebäudes schafft helles Licht Sicherheit und Orientierung. Dagegen kann man auf der Rückseite eines Privathauses und im Garten mit richtigem Licht stimmungsvolle Ecken gestalten. Auf den Zugangs- oder Durchgangswegen ist aber auch hier auf Sicherheit durch ausreichende Helligkeit zu sorgen.